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Mann läuft Vettel-Kollege vors Auto

14. Juni 2011

Auf der Internetseite Bild.de erschien am 05.06.2011 ein Video mit einem dazugehörenden Artikel über einen Unglücksfall bei einer Benefizveranstaltung in Japan, wobei ein Streckenposten direkt vor den Boliden des Formel-1-Fahrers Sebastian Buemi gelaufen ist und unverletzt blieb. Der Artikel trägt den Namen “Mann läuft Vettel-Kollege vors Auto“. Der Artikel besitzt keinen Autor, lediglich das Video stammt laut der Quelle aus Reuters. Das Video und der darin gesprochene Text stimmen jedoch nicht mit den Angaben des Artikels der Bild überein.  Die Bild schreibt: „Formel-1-Star fährt Mann über den Haufen!“ undDurch den Frontal-Unfall wird der Mann durch die Luft gewirbelt, fliegt über Buemis Wagen und schlägt neben der Straße auf den Boden“. Im Video wird gesagt, dass der Mann unverletzt ist und sich durch einen Satz gerade noch retten konnte. Dies zeigt das Video auch. Der Mann springt in letzter Sekunde hoch, als dieser den Wagen vor sich sieht. Der Mann macht einen Salto, als dieser den Wagen bei einer Geschwindigkeit von ca. 30 km/h trifft. Der Mann  landet im Gebüsch und steht unverletzt auf. Die Bild schreibt ebenfalls: „vermutlich verschätzte er sich bei der Geschwindigkeit des ranrauschenden Boliden“. Im Video wird gesagt, dass er offenbar den Wagen hinter dem aufblasbaren Torbogen nicht sehen konnte. Im Video ist dies auch zu erkennen. Der Mann läuft über die Straße und konnte den Formel-1-Wagen aufgrund des Torbogens nicht sehen. Der Mann wollte über die Straße und konnte nicht ahnen, dass Sebastian Buemi  in dem Moment auftauchen würde, da dieser zuvor für das Publikum einige Kreise fuhr, welches in den zu vorgezeigten Szenen des Videos zu sehen ist.

Auch einige andere Leser entdeckten diese Unstimmigkeiten und kommentierten diesen Artikel. So treffen diese Kommentare sehr deutlich auf das Niveau der Bild.

schrieb:

06.06.2011, 15:59 Uhr

Frage an BILD, hat der Reporter, der den “Unfall Bericht” ge- und beschrieben hat, das Video nicht gesehen?
Das Video zeigt eine total andere Situation als dieser sog. Reporter aufreisserisch beschreibt. Das soll Berichterstattung sein, na Danke!!

schrieb:

07.06.2011, 08:35 Uhr

Typisch BILD, nicht Buemi fährt den Mann übern Haufen, sondern der läuft ihm eindeutig vor sein Fahrzeug!

schrieb:

06.06.2011, 11:55 Uhr

Jaja, wird schrecklich durch die Luft gewirbelt…
BILD, der ist gesprungen!

Zum Artikel: http://www.bild.de/sport/motorsport/sebastian-buemi/formel-1-star-faehrt-mann-ueber-den-haufen-18232656.bild.html

Strauss-Kahn-Skandal: Millionen-Schweigegeld fürs Zimmermädchen?

14. Juni 2011

Der Fall Strauss-Kahn sorgte in letzter Zeit in vielen Medien für zahlreiche Schlagzeilen, so auch in der Bild-Zeitung. Der aktuellste Beitrag vom 14.06.11., der unter dem Titel „Strauss-Kahn-Skandal: Millionen-Schweigegeld fürs Zimmermädchen?”  veröffentlicht wurde, sticht durch die porvokante Überschrift sofort ins Auge. Im Widerspruch zu dieser steht jedoch der dazugehörige Beitrag, denn es handelt sich bei den “Millionen” nicht um Schweigegeld, wie dargestellt, sondern um den Betrag, den die Klägrin durch außergerichtliche Verhandlungen mit dem Angeklagten Dominique Strauss-Kahn erhalten könnte.

Dies zeigt wieder einmal, wie die Bild-Zeitung ihre Leser durch irreführende Überschriften lockt.

Zudem ist der dargestellte Ablauf des Übergriffes Von Strauss-Kahn auf das Zimmermädchen so detailliert geschildert, dass er nichts in einer Tageszeitung zu suchen hat. Fraglich ist woher die Bild-Zeitung diese Informationen erhalten hat, denn eine vergleichbar detaillierte Beschreibung konnte ich in keinem anderen Artikel finden.

Auch dieser unprofessionelle Bericht zeigt, dass die Bild-Zeitung mit Klatsch-und-Tratsch-Informationen Leser lockt und die Privatsphäre der Klägerin und des Angeklagten damit verletzt.

14. Juni 2011

Bild.de vs. Zeit-Online

14. Juni 2011

Stuttgart 21 – Demonstrationen am 14.6.
Die Bild benutzt für diesen Artikel einen relativ ‚spektakulären‘ Titel: „Kurzer Prozess mit Demonstranten“ während die Zeit einen schlichten Titel wählte: „Gegner blockieren Wideraufnahme der Bauarbeiten“.
Bei der Angabe der Anzahl von Demonstranten allerdings nennen beide Zeitungen ungefähr gleiche Zahlen.
Beide Berichte beschreiben auch die Auflösung einer Sitzblockade, wobei die Zeit von ca. 100 Blockieren spricht, die Bild hingegen schreibt, es seinen „Hunderte“, womit zwar die Zahl nicht unbedingt falsch ist, aber der Leser bekommt den Eindruck es handelte sich um mehrere Hundert Blockierer. Beide Zeitungen sind sich aber einig das es zu keinen Ausschreitungen kam.
Generell unterscheiden sich die Artikel von dem Inhalt nicht sehr und man kann nicht sagen ob in einem Unwahrheiten oder Übertreibungen vorhanden sind, oder in beiden.
Auffällig ist nur das Bild.de mit ‚Zwischenrufen‘ wie „NUR EIN VORGESCHMACK“ den Artikel auffrischen und das ganze etwas dramatischer gestalten will.
http://www.bild.de/politik/inland/stuttgart-21/stuttgart-21-droht-uns-heisser-protest-sommer-18355990.bild.html
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/stuttgart-bahn-bau

Westerwelles gefährlichste Mission

14. Juni 2011

In dem Artikel: „Westerwelles gefährlichste Mission“, der am  14.06.2011 um 00:13 Uhr auf der Internetplattform von Bild erschienen ist, wird Westerwelles Besuch in Bengasi beschrieben und einige neuen Fakten zum weitern Vorhaben und neuen Unterstützungen der Deutschen für das libysche Volk genannt. (http://www.bild.de/politik/ausland/guido-westerwelle/seine-gefaehrliche-mission-im-buergerkrieg-in-libyen-18349176.bild.html)

Der Artikel ist wie eine Kriminalgeschichte geschildert und wirkt gleich zu Anfang durch die  Beschreibung der vom Krieg gezeichneten Landschaft und eines Fehlalarms kurz vor der Landung, wegen ein paar Phosphorkugeln die durch den Himmel fliegen, sehr dramatisch. Der Leser soll gleich ein Gefühl dafür bekommen, in was für eine äußerst gefährliche Lage Westerwelle und Niebel sich begeben. Der ungeplante Überraschungsbesuch, wie dieser in andere Zeitungen geschildert wird, wird hier wie die bislang gefährlichste Mission beschrieben, in die sich ein deutscher Politiker jemals begeben hat. Danach werden zwei Probleme geschildert, die dieser Besuch mit sich brächte und somit nicht gut überlegt war. Zum Schluss werden noch ein paar Aussagen Westerwelles genannt und der Artikel endet wie er angefangen hat, sehr dramatisch in dem Stil eines Romans.

Schon nach dem ersten Lesen wird klar, dieser Artikel ist zwar anschaulich beschrieben, enthält aber nur wenig Informationen zum eigentlichen Thema. Liest man weitere Artikel zu dem Besuch stellt man fest, dass diese sehr viel ausführlicher über die Pläne und Taten der deutschen Außenpolitik berichten (z.B. der Weserkurier) und teilweise auch Zitate Westerwelles anders wiedergegeben werden. So werden zusätzlich bei der Bild einige spezielle Wörter oder Absätze ausgesucht und extra nochmal markiert oder groß geschrieben, um den Leser zu beeinflussen. Zudem macht die Überschrift der Bild im Vergleich zu anderen Artikeln gar keinen Sinn und wirkt gleich noch manipulierender und dramatischer. Es wird von einer geplanten Mission geredet, die doch eigentlich ganz unvorhergesehen während der Reise Westerwelles entschieden worden ist und überall als kleiner spontaner Besuch angesehen wird. Hinzufügend kann man noch sagen, dass sich Bild auch selbst wiederspricht. Zum einen wird es wie ein Krimi beschrieben und in dem Film oberhalb des Artikels wird der Besuch wesentlich nüchterner geschildert und auch nicht als Mission, sondern auch wirklich als Besuch betitelt.

Abschließend ist nur noch zu sagen, dass die dramatische und überzogene Schilderung des Besuchs in Bengasi , den Bericht nur lächerlich macht und die wichtigen Informationen in den Hintergrund drängt. Ob durch eine solche Art des Schreibens mehr Erfolg bei den Lesern zu verbuchen ist, würde ich jedoch bezweifeln.

“Erstes Kind stirbt an EHEC-Seuche”

14. Juni 2011

Der Artikel „Erstes Kind stirbt an EHEC-Seuche“ wurde auf bild.de veröffentlicht. Es wird von einem kleinen zweijährigen Jungen berichtet, welcher den Folgen der EHEC-Erkrankung erlag. Die Ärzte haben alles versucht, doch der kleine Junge starb trotzdem. 

 

Damit ist ein weiterer Mensch den EHEC-Viren zum Opfer gefallen. `Die Bild´ kommentiert dies mit: „Schon 37 Tote durch Killer-Keime“. 

Die Bild ist für ihre oft sehr starke Übertreibung bekannt. Durch Worte wie „Killer-Keime“ wird der Leser aufmerksam und verspürt das Interesse, den Artikel weiter lesen zu wollen. Allerdings wirken solche umgangssprachlichen Wörter oft unseriös und veralbern oft ernste Themen. Meiner Meinung nach ist so eine Formulierung in diesem Fall eher unpassend, da von einem gerade gestorbenen, kleinen Jungen die Rede ist. 

 

Wesentlich seriöser und Ernst zu nehmender wirken dagegen Artikel wie „Kleinkind in Niedersachsen an EHEC-Folgen gestorben“ des Weser-Kuriers. Dieser Artikel berichtet sachlich von den Fakten des Falls. Keine Nachrichten werden besonders hervorgehoben oder durch fettgeschriebene Buchstaben betont, wie dies bei bild.de vorkommt. Dort sind mitten im Artikel Sätze, welche von den Lesern unbedingt gelesen werden sollen, durch eine dunklere Farbe hervorgehoben worden. 

 

Außerdem ist `die Bild´ für das Ausschmücken bzw. das Hinzufügen von Informationen bekannt. Der Titel des Artikels, hat zusätzlich noch einen Untertitel, welcher als Frage endet: „Neuer Verdacht: Wurde der Erreger von Mensch zu Mensch übertragen?“. 

Der Vater sowie der Bruder des gestorbenen Jungen sind ebenfalls am EHEC-Virus erkrankt. `Bild´ schreibt außerdem, dass noch unklar sei, wie sich die Familie angesteckt habe. Der Artikel des Weser-Kuriers weist ebenfalls auf die Familienerkrankung hin und auch hier wird berichtet, es sei noch ungewiss, wie sich die Familie infiziert habe. 

Trotzdem wird diese Familienerkrankung von der `Bild´ genutzt, um eine dramatische These aufstellen zu können, die nicht belegbar und somit frei erfunden ist. Durch solche dramatischen (Unter-)Titel sollen Leser aufmerksam gemacht werden, denn nur so können viele Auflagen verkauft werden! 

„Tötet die Eis-Killerin aus Geldgier?“

14. Juni 2011

 Der Artikel „Tötet die Eis-Killerin aus Geldgier?“ auf bild.de (http://www.bild.de/news/ausland/mord/eiskillerin-motiv-18355482.bild.html) veröffentlicht am 14.06 ,berichtet über eine 32-Jährigen Wienerin , die ihre zwei Ex-Männer getötet und sie anschließend im Keller betoniert haben soll.

In den kurzen Artikel werden auch nicht viel mehr Fakten dargelegt. Es wird nur über die mögliche Ursache für die Morde spekuliert, Fakten gibt es jedoch nicht. Das zeugt von einer sehr oberflächlichen Bearbeitung des Falles. Des weiteren wird sehr subjektiv berichtet, denn obwohl die Ursachen unbekannt sind, wird die Frau als Alleinschuldige dargestellt. Somit wird dem Leser von Anfang an eine Meinung vorgelegt. Diese eventuell falsche Darstellung der Frau könnte Probleme mit sich ziehen.

Außerdem werden auch sprachliche Mittel benutzt , um den Leser zu beeinflussen. Die Frau wird mit negativ besetzten Begriffen wie z.B „Killerin“ beschrieben. Die Strategie die bild.de verfolgt, um möglichst viele Leser zu gewinnen, wird deutlich: reißerische, dramatisierende Darstellungsweise.

Weiterhin ist wichtig zu sagen, dass dieser Fall nur von bild.de und einer anderen auch weniger seriösen Internetseite: boulevardking.com veröffentlicht wurde. Dadurch ist schwer festzustellen , ob das dort veröffentlichte wirklich wahr ist oder nicht. Ich denke, dass man sich mindestens mit einer anderen Quelle wie z.B tagesschau.de befassen sollte um gut und vor allem richtig informiert zu sein.

Vergleich zwischen taz und Bild

14. Juni 2011

Um die flexible Berichterstattung der Medien darzustellen habe ich zwei Artikel, welche das gleiche Thema behandeln, verglichen. Die Artikel stammen aus der taz und der Bild.
Es geht um eine Demonstration am 14.6.2011 in Stuttgart. Nach längerer Pause sollten die umstrittenen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof weiter gehen. Doch etwa 300 Protestierende verzögerten das Vorhaben der Bahn um einige Stunden.

Der erste Eindruck, welcher von beide Texttiteln vermittelt wird, liefert den ersten Unterschied. „„Stuttgart 21“: Kurzer Prozess mit Demonstranten (Droht uns ein heißer Protest-Sommer?)“ und der Titel der Tageszeitung „Blockierte Baustelle“. In diesen Aufmachungen lässt sich bereits erkennen, dass die Bild die Proteste als Drohung erkennt und die Demonstranten (für den Autor des Bild Artikels) kein Problem für die Bauarbeiten waren. Die taz beschreibt rationaler es gab eine blockierte Baustelle.

In der Beschreibung des Sachverhaltes unterscheiden sich beide Artikel glücklicherweise nicht gehäuft. Einige Dinge sind jedoch zu erkennen. Beispielsweise die Beschreibung der Art und Weise mit welcher von den 300 Demonstranten protestiert wurde. In der taz: „…sitzen ihnen mit Plakaten, Trillerpfeifen und Trompeten im Weg.“ und in der Bild: „Mit „Baustopp jetzt“- und „Oben bleiben“-Rufen forderten die „Stuttgart 21“-Gegner ein Ende des Projekts.“.

Nach der Beschreibung der Demonstration werden die Leser beider Texte mit Argumentationsstoff versorgt. Zunächst wir erwähnt, dass die Bahn, welche das Vorhaben durchsetzen möchte, doppelt soviel Wasser benötigt um das Projekt zu realisieren. Darauf wiesen die Demonstranten hin.
Darauf hin erläutert die taz, dass Parkschützer den S21-Gegnern mit einem „Protest-Sommer“ drohen. Diese Drohung scheint bei der Redaktion der Bild (S21-Gegnern) angekommen und Auslöser für den Titel des Artikels zu sein. Die Drohung scheint zumindest bei der Redaktion angekommen zu sein, denn auch im Bild-Text werden die Worte der Parkschützer aufgeführt.

Weiterhin weist die Bild auf einige Zitate hin. Unter Anderem: „Der Bundesverkehrsminister glaubt vielmehr, dass die Regierungsparteien in Baden-Württemberg „in Wirklichkeit nach Wegen suchen, eine Volksabstimmung zu vermeiden“. und wenn das Bauvorhaben abgebrochen werden sollte: „Stuttgart zehn bis fünfzehn Jahre mit einem Provisorium leben müssen: einem halb abgerissenen Bahnhof, einem frei geräumten Baufeld und schon verlagerten Gleisanschlüssen.“.
Auf den Bundesverkehrsminister wird in der taz nicht verwiesen. Stattdessen wird berichtet, dass der Wille zu friedlichen Protesten auf beiden Seiten da war.
Außerdem wird vermittelt, dass, laut Projektleiter, die rechtliche Überprüfung des zusätzlich anfallenden Wassers keine Verzögerung des Bauvorhaben nach sich ziehe.

Zum Schluss lässt sich fest halten:

Der Titel der Bild beschreibt das Verdrängen der Demonstranten erfolgreicher als die taz.

Die taz erwähnt, dass die Sitzblockaden verhältnismäßig friedlich aufgelöst wurden.

Die Bild versteht sich als Gegner von Stuttgart 21, da ein Sommer der Proteste als Drohung interpretiert wird.

Des weiteren schildert die Bild, dass der Bundesverkehrsminister erwartet: „dass die - Landesregierung „dem Baurecht Geltung verschaffen“ wird.“ und der Meinung ist, dass sollten die - Bauarbeiten abgebrochen werden: „würde Stuttgart zehn bis fünfzehn Jahre mit einem Provisorium leben müssen: einem halb abgerissenen Bahnhof, einem frei geräumten Baufeld und schon verlagerten Gleisanschlüssen“.

http://www.bild.de/politik/inland/stuttgart-21/stuttgart-21-droht-uns-heisser-protest-sommer-18355990.bild.html
http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/blockierte-baustelle/

Griechische Kreditwürdigkeit weiter gesenkt!

14. Juni 2011

Am 13.06.2011 erschien um 20:28 auf der Seite der ARD der Artikel ,,Griechische Kreditwürdigkeit weiter gesenkt´´. Der Artikel behandelt die Herabstufung griechischer Staatsanleihen wobei der Autor unbekannt bleibt.
Aufgrund der gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Umschuldung Griechenlands und dem damit verbundenen Geldverlust von Gläubigern, stufte die Ratingagentur Standard & Poor´s die Kreditwürdigkeit Griechenlands von B auf CCC. Damit erreichen griechische Anleihen Ramschstatus.
Griechenland kritisiert diesen Schritt, da die weitere Senkung die Unterredungen mit der EU und dem IWF ignoriere. Das Parlament soll des weiteren bis Ende Juni über ein Sparpaket abstimmen. Weil Griechenland seinen Schuldenberg allerdings nicht bewältigen kann, wird derzeit in der EU über weitere Hilfspakete abgestimmt.

Auf der Seite vom Focus erschien ebenfalls am 13.06.2011 um 20:00 ein Artikel unter unbekanntem Autor über die Herabstufung griechischer Staatsanleihen durch Standard & Poor´s. Beide Artikel sind Inhaltlich so gut wie identisch. Allerdings wird hier die Kritik Griechenlands an der Herabstufung nicht thematisiert. Auch die Sparmaßnahmen, über die Griechenland noch abstimmen wird, werden nicht genannt. Besonders wird betont wie nah Griechenland damit am Staatsbankrott ist :,, Die Herabstufung rückt damit dem D-Status immer näher, bei dem Zahlungs- und Kreditausfall festgestellt wird, das Land somit pleite ist.´´

Insgesamt stellt der Focus die Situation negativer da als die ARD. Durch das nicht nennen gewisser Punkte erzeugt Focus eine negativ Stimmung gegenüber Griechenland. Es lässt sich Festellen, dass der Artikel der ARD zum selben Thema neutraler ist, da er das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Auch andere Artikel zu diesem Thema halten sich sehr nah an dem der ARD und nennen ebenfalls die Kritik Griechenlands. Da es sich allerdings bei dem Focus Artikel um einen Artikel von Focus Money handelt, ist dieser wahrscheinlich bewusst negativ aufgebaut, um Investoren die Gefahr griechischer Wertpapiere zu verdeutlichen. Es zeichnet sich also ab, dass obwohl Focus Money ein seriöses Blatt ist hier Stimmung gemacht wird. Letzten Endes hängen auch die Wertpapierkurse von Stimmungen ab und damit der Fluss großer Geldmengen zu neuen Besitzern.

Der Fall Kachelmann

14. Juni 2011

Ein ganzes Jahr lang musste der ehemalige Wettermann Jörg Kachelmann sich durch einen Marathon an Gerichtsanhörungen kämpfen und sich vieles von der Presse an den Kopf schmeißen lassen, was durchaus so einige Male eher mehr erfunden als gut recherchiert war. Der Fall Kachelmann stellt die Macht der Medien sehr gut in den Vordergrund. Sie stellten ihn als brutalen Vergewaltiger dar, der schon immer ein Playboy war, Frauen auf das Mieseste betrog. Sogar über seine sexuellen Vorlieben wusste man angeblich bestens Bescheid. Wie ich in einem Bericht eines öffentlich rechtlichen Senders sah, wurde durch die maximale Aufmerksamkeit anscheinend auch das Gericht beeinflusst. Hier wurde durch verschiedenste Außenstehende beschrieben, dass zum Beispiel eine der ersten Aktionen des Gerichts war, ehemalige Geliebte Kachelmanns einzuladen. Dass dadurch ein noch schlechteres Bild zu Stande kommen würde, hätte sich jeder intelligente Richter denken können. Die Bild lies eine Alice Schwarzer auf den Fall los und gab ihr eine eigene Sparte um sich über Kachelmann auszulassen. Als Ur-Feministin war Frau Schwarzer selbstverständlich auf der Seite der Klägerin, sie hatte aber keine wissenschaftliche Grundlage, um ihre Behauptungen zu untermauern. Die typische Meinungsmache der Bild hatte Wirkung auf den Leser, das alles wiederum auf das Gericht. Die Bild schrieb viele falsche Dinge, wie Kachelmann jetzt in seinem ersten Interview nach dem Freispruch erklärte. Sein Anwalt hätte auf den Tisch gehauen und rumgebrüllt war nur eine Behauptung. Auch dass Kachelmann seine jetzige Frau Miriam nur heiratete, um besser in der Öffentlichkeit darzustehen, so eine zweite Behauptung. Nach allem was ich recherchiert habe, ist das Gericht im Fall Kachelmann nicht professionell vorgegangen, hat zuerst eindeutige Beweise ignoriert. Zum Beispiel hat der Gerichtsmediziner schon früh Beweise vorzeigen können, dass die Klägerin sich selbst verletzt hätte, viel zu sauber und in einem falschen Winkel seien ihr die Schnittverletzungen zugezogen worden. Das Gericht ignorierte dies, die Bild freute sich, machte große Schlagzeilen und viel Umsatz. Ich kann hier keine genauen Links zu falschen Berichten angeben, auf Bild.de gibt es im Archiv oder unter dem Schlagwort Kachelmann viele Artikel. Das Interview mit der Zeit fand ich gut gemacht, er wurde auch mit harten Vorurteilen konfrontiert, was ich aber nicht schlecht fand. Lieber soll man ihn damit direkt konfrontieren, denn nur so hat er die Möglichkeit, sich dazu zu äußern. Und so sollte auch guter Journalismus sein. Den Interviewten gleich zu Wort kommen lassen und nicht hinterher die Worte im Mund verdrehen. (Zeit-Interview: http://www.zeit.de/2011/24/DOS-Interview-Kachelmann/komplettansicht)



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